Die alljährliche 2 tägige Vereinsreise der Turnerinnen führte dieses Jahr nach Ascona mit einem Abstecher auf den Markt in Domodossola. Noch fast im Dunkeln machten sich die Turnerinnen der Montagabendgruppe am Samstagmorgen auf den Weg zum Bahnhof Wil. Gut gelaunt bestiegen sie den Zug nach Domodossola, denn das schöne Wetter war auch bestellt und eingetroffen. Den lang ersehnten Kaffee konnten sie aber erst am Ziel geniessen, da es leider keinen Durchgang zum Speisewagen hatte und auf kein Boy mit Wägeli im Zug war. Danach waren sie bereit für den Einkaufsbummel. Gemütlich schlenderten die Turnerinnen durch den Markt. Auch bei fast 30 Grad dachten sie an den kommenden Winter. Probierten und kauften Daunen- und Wolljacken und die Auswahl für den passenden Schal war riesengross. Ein feiner Käse oder Salami durfte natürlich auf nicht fehlen. Zwischendurch trafen sie sich bei einem spritzigen Getränk mit Bruschetta oder Pizza. Andere besuchten die Kirchen um etwas inne zuhalten oder vielleicht auch nur um den Körper etwas abzukühlen? Am Nachmittag trafen wieder alle am Bahnhof ein und waren bereit für die Zugfahrt durchs Cento Valli nach Locarno. Eine abwechslungsreiche Fahrt durch die idyllischen Dörfer, Berge und engen Täler. Einen Blick aus dem Fenster in die tiefen Schluchten war für nicht schwindelfreie fast zu viel. Nach einer kurzen Busfahrt erreichten sie Ascona, aber noch nicht ihre Unterkunft. Das Hotel Monte Verità lag nicht am See, sondern thronte oben am Hang. Kein Problem für die sportlichen Frauen. Nach einer guten Viertelstunde die Treppe rauf, erreichten sie schweissgebadet das Hotel. Nach einigen Diskussionen mit dem Taxichauffeur wurde wenigstens das Gepäck ins Hotel transportiert. Draussen auf der Terrasse genossen sie das Nachtessen mit dem herrlichen Blick auf den See. Das Tessiner Menu schmeckte allen, jedoch war der Kellner mit soviel Frauen leicht überfordert. Ein feines Gelati lockte die Gruppe wieder zum See. Sie flanierten gemütlich der Piazza entlang und genossen den lauen Sommerabend. Nach dem Schlummertrunk gings wieder bergauf, Stufe um Stufe. Es hätte ja auch Taxis gegeben, aber das passt doch ganz und gar nicht zu sportlichen Frauen. Dank der ruhigen Lage des Hotels kamen alle ausgeschlafen zum Frühstück, auch die Sonne lachte ihnen wieder entgegen. Nach der Stärkung hüpften die Turnerinnen schon fast leichtfüssig die Treppe runter zum See. Es warte das Schiff, das die gutgelaunte Gruppe zur Insel Brissago brachte. Ausgerüstet mit Fotoapparaten und Handys erkundeten sie das kleine subtropische Paradies mit mehr als tausend Pflanzen aus aller Welt. Einige kühlten sich im See ab, andere bevorzugten einen kühlen Drink. Nach einer kurzen Schifffahrt nach Ronco wanderten sie dem Hang entlang zurück ins Hotel. Aber zuerst mussten sie ja wieder an Höhe gewinnen, also Treppensteigen. Mit der Sonne im Nacken gings Schritt für Schritt, Stufe um Stufe nach oben zur Kirche. Die herrliche Aussicht auf den See liessen die Strapazen vergessen, nur die „Schweissbächli“ am Körper blieben. Die Sonnenstube der Schweiz machte ihrem Namen wirklich alle Ehre. Ungefähr auf halber Strecke lud ein Restaurant mit schattiger Terrasse und Blick auf den See gerade zur Einkehr ein. Der grosse Durst und kleine Hunger konnte gestillt werden. Nach kurzer Wanderung durch die Maroniwälder erreichten sie wieder ihr Ausgangspunkt das Hotel Monte Verità. Ein letztes mal die Treppe runter und schon hiess es Abschied nehmen vom sonnigen Tessin. Das Gepäck wurde diesmal freundlicher Weise vom Hotelbus nach Ascona gebracht. Mit Bus und Bahn fuhren die Turnerinnen zurück nach Wil. Ein letztes Erinnerungsfoto vom Kirchlein in Wassen und schon verschwand der Zug im Tunnel. Der Regen begrüsste die Turnerinnen auf der Nordseite, doch die Erinnerung an ein heisses, abwechslungsreiches und lustiges Wochenende bleiben.
Danke Sylvia und Gerda


